Therapie

Bei akuten Herzerkrankungen, z. B. einem drohenden Herzinfarkt, bleibt meistens nicht mehr die Zeit, um die Facharztpraxis eines niedergelassenen Kardiologen aufzusuchen, vielmehr ist eine umgehende stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich. Chronische Herzerkrankungen sind dagegen die Domäne des niedergelassenen Kardiologen.

Anlässlich regelmäßiger Verlaufskontrollen wird hier neben einer Reduzierung der kardiovaskulären Risikofaktoren in der Regel eine medikamentöse Dauertherapie festgelegt und bei Bedarf aufgrund aktueller Befunde modifiziert. Sollte es im Verlauf zu einer Befundverschlechterung kommen, müssen unter Umständen auch geplante operative Eingriffe, wie beispielsweise eine Herzschrittmacherimplantation, eine Bypass-Operation oder ein Herzklappen-Eingriff vom behandelnden Kardiologen veranlasst werden.

Für eine erfolgreiche kardiologische Behandlung ist neben einer guten Zusammenarbeit von Haus- und Facharzt auch eine entsprechende Therapietreue des Patienten sehr wichtig. Ein Medikament kann schließlich nur wirken, wenn es auch eingenommen wird.

Zur Therapiesteuerung gewinnen in letzter Zeit zunehmend telemedizinische Verfahren an Bedeutung, im Rahmen derer im häuslichen Bereich erhobene Kontrollparameter (z. B. Blutdruck, Gewicht,...) auf elektronischem Wege in ein Überwachungszentrum übertragen und bei Abweichungen die notwendigen Schritte frühzeitig eingeleitet werden. Leider übernehmen zurzeit erst wenige Kostenträger solche telemedizinischen Überwachungsmaßnahmen (z. B. AOK und Barmer im "Herz Netz Köln" oder die meisten Betriebskrankenkassen bei "CorBene").

Überdurchschnittlich viele Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen haben zusätzlich auch eine Atmungsstörung im Schlaf, die nicht nur zu nächtlichem lautem Schnarchen, Schlafstörung und Tagesmüdigkeit führt, sondern wiederum ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Komplikationen ist. Ich habe mich daher auch auf die Behandlung des sog. Schlafapnoesyndroms spezialisiert. Als Basismaßnahme sollte zunächst versucht werden, eventuell vorhandenes Übergewicht zu reduzieren, da der Schweregrad der nächtlichen Atmeaussetzer dadurch oftmals verbessert werden kann. Falls eine Gewichstreduktion keine ausreichende Befundverbesserung zur Folge hat oder es sich schon um einen hochgradigen Befund handelt, ist die nächtlich Überdruckbeatmung über eine Nasenmaske (sog. CPAP-Therapie) heute nach wie vor der Gold-Standard. Sowohl eine Ernährungsberatung zur Gewichtsreduktion, als auch die Einleitung einer CPAP-Therapie biete ich in meiner Praxis an.